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Archive for May, 2009

Fahrrad-Rahmen: Die richtige Bike-Geometrie finden

May 6th, 2009

Hier ein besonders hilfreicher Beitrag von XCountryJunkie aus dem MTB-Forum zum Thema Fahrrad-Rahmen-Geometrie:

Da hier oft über Komponenten, aber weniger über die Rahmen-Geometrie der Bikes gesprochen wird, dachte ich mir ich erstelle mal ein Thema, welches sich nur mit der Fahrradrahmen-Geometrie befasst. Angerissen wird das Thema ja alle Nase lang, aber nie richtig behandelt.
Da ich es persönlich als wichtiger erachte als XT oder SLX, X9 oder X0 fange ich hier einfach mal an, weil ich gerade mal etwas Zeit habe.

Eins Vorweg. Jeder cm und jedes Grad beeinflussen das Gesamtsystem aus Fahrrad / Fahrrad-Rahmen und Fahrer. Grob gibt es einen eher biomechenisch\ergonomischen Anteil und einen physikalischen. Viele Faktoren können durch andere überkompensiert werden, deshalb ist das hier eher eine grobe Orientierung als eine Aufstellung von Dogmen. MTBs muessen eben meist sehr viel können und deshalb muss man nach Kompromissen suchen. Und dann wäre da ja noch der Fahrer, der hat ja immer eine andere “Geometrie” und ein anderes Gewicht

Lenkwinkel:

Je steiler beim MTB-Rahmen der Lenkwinkel, desto präziser lässt sich das Fahrrad steuern, wird aber auch nervöser. Wird der Lenkwinkel hingegen flacher, ist das Resultat eine höhere Stabilität gegenüber Umkippen nach vorne. Dieser Zusammenhang ist eigentlich einfach, da die Formel für die Kippkraft, die benötigt wird, damit sich das HR hebt, folgende ist:
F kipp = (Gewichtskraft[N] * horizontale Distanz von Kippkante zum Schwerpunkt[m]) / vertikaler Abstand vom Schwerpunkt zur Kippkante [m]
Das Hinterrad hebt sich also, wenn die Kippkraft die Gewichtskraft des Gesamtsystems übersteigt.
Ein flacherer Lenkwinkel bedeutet dadurch ein höheres Standmoment, da der Schwerpunkt von der Auflagefläche des VR wegrückt und nach unten sinkt bzw das System Länger wird. Dies ist für ein Downhill-Mountainbike deshalb so wichtig, da das Rad von Unebenheiten ständig gebremst wird und die Überschlagsgefahr reduziert wird. Im Uphill ist das Gegenteil der Fall. Je steiler, desto besser. Der Schwerpunkt muss nach vorne, damit das Vorderrad unten bleibt und sich das Fahrrad am steilen Berg noch steuern lässt.

Sitzwinkel:

Dieser sollte so gewählt sein, dass die Antrittseffiziens maximal ist. Wenn man auf dem Rad sitzt und sich die Kurbel in der Horizontalen befindet, sollte das Knie senkrecht über dem Pedal sein. Dies ist vorallem bei XC Racern wichtig, da man in der Ebene, am Berg aber auch Bergab gas geben will. Natürlich kommen wieder Faktoren hinzu. Beim Fahrrad-Rahmen beeinflusst der Sitzwinkel aber mal wieder die Lage des Schwerpunktes. Je steiler, desto mehr Traktion am Berg, desto geringer die Gefahr nach hinten überzukippen. Wenn es also mehr um steile Berge geht, sollte der Rahmen eine etwas steileren Sitzwinkel haben. Bei einer Hochalpentour kommt es eben mehr darauf an, hochzukommen, als in der Ebene effizienter zu sein. Wenn man im Downhill sitzen möchte sollte der Sitzwinkel flacher sein, damit der Schwerpunkt nach hinten rückt. Es geht hier also mal wieder um Stand- und Kippmoment, nur in die andere Richtung.

Effektive (horizontale) Oberrohrlänge:

Je länger, desto getreckter sitzt man. Der Schwerpunkt kommt nach unten, der Luftwiderstand sinkt, die Körperhaltung ermöglicht einen effizienteren Antritt. Ideal für Racer. Beim Tourer steht Gemütlichkeit im Programm: Aufrecht entspannt aber weniger effizient. Ein etwas längeres Oberrohr verteilt die Masse weiter nach unten und etwas weiter weg vom VR, was die Stabilität erhöht.

Kettenstrebenlänge\Radstand:

Je länger der Radstand, desto laufruhiger. Je kürzer, desto wendiger. Die Kettenstrebenlänge beeinflusst mal wieder die Distanz von Schwerpunkt zur HR Auftandsfläche. Neben Laufruhe gewinnt oder verliert man also auch noch ein höheres Standmoment gegenüber rückwärts Umkippen bergan.

Vorbau und Lenker:

Damit das Rad präzise auf heftigen Trails gelenkt werden kann, empfiehlt es sich natürlich am längeren Hebel zu sitzen. Der Rest ist Schwerpunktsverlagerung. Wer seine Front zu hoch baut sitzt bequem, wird aber am Berg Schwieringkeiten bekommen, das VR unten zu halten bzw in Kurven genug Druck drauf zu bekommen ohne dass der Schwerpunkt zu hoch ist. Damit der Körper stabil wird sollten die Arme leicht gebeugt sein, weder durchgestreckt noch zu sehr gebeugt - also keinen 90° Winkel zwischen U.- & Oberarm.

Tretlagerhöhe:

Beinflusst natürlich die Bodenfreiheit und die Lage des Schwerpunktes. Hier eine persönliche Anmerkung. Fehlende Bodenfreiheit lieber durch Fahrtechnik kompensieren, als ständig mit hohem Schwerpunkt zu fahren. Das ruiniert sonst das Kurvenverhalten und macht das Bike allg. instabiler.
Für ein AM ist natürlich mehr Bodenfreiheit wichtiger als für ein XCRacer.

Das ist natürlich nur die “Grundposition” Der MTB-Fahrer muss natürlich auf seinem Bike aktiv bleiben - Fahrtechnik also. Um die Geometriedaten richtig zu interpretieren bedarf es natürlich etwas Erfahrung und man kann wenig pauschalisieren. Es kommt auch immer darauf an auf welche Fahrsituation die Sitzposition optimiert ist.
Für ein All-Mountain-MTB macht es z.B. Sinn, die Sitzposition Für Uphill zu optimieren, da der Fahrer bergab auf den Pedalen stehen wird. Auf einem DH bike sitzt man eher selten und ein Racer sollte leicht bergab, in der Ebene und bergauf zu treten sein.

Der original-Beitrag aud dem Mountainbike-Forum ist hier zu finden: Fahrradrahmen-Geometrie

Fahrrad-Touren planen mit MagicMaps

May 3rd, 2009
magicmaps-mountainbike-guide-mini

MagicMaps interaktive Kartenwerke - Screenshot der Programmoberfläche

Wer bei der Planung einer Fahrrad- oder Mountainbike-Tour lieber selbst Hand anlegen will und sich nicht  sich nicht auf die Tourenvorschläge eines vollautomatischen Fahrradroutenplaners verlassen will, sucht sich die schönsten Strecken lieber selbst zurecht. Hierfür eignen sich z.B. die interaktiven Kartenwerke von MagicMaps. Die Kartendaten bei MagicMaps basieren auf den Karten der Landesvermessungsämter, die auch in gedruckter Forum im Maßstab 1:25.000 erhältlich sind. Mit der mitgelieferten Software kann man anhand dieser digital vorliegenden Kartendaten seine Fahrrad- onder Mountainbike-Tour planen.  Gegenüber den “analogen” gedruckten Kartendaten bietet die MagicMaps-Software aber weiterhin denVorteil, dass die Landschaft dreidimensional dargestellt wird und man beliebig in die Karten herein- oder herauszoomen kann. Über die PC-Version hinaus gibt es zusätzlich aber auch eine Version von MagicMaps für mobile Geräte. Diese Zusatzsoftware namens “MagicMaps2Go” läuft allerdings nur auf PDAs mit Microsoft PocketPC-System, wodurch die mobil-Version von MagicMaps in der Praxis kaum zu gebrauchen ist. Per Datenexport lassen sich aber dennoch die via MagicMaps geplanten Fahrad- oder Mountainbike-Routen auch mit anderen Programmen oder mobilen Navigationsgeräten verwenden. Mittlerweile gibt es von MagicMaps aber eine Vielzahl an Karten- und Softwarelösungen für den PC, die zpeziell auf die Anforderungen des Mountianbikers oder Tourenfahrers zurechtgeschnitten sind.

Zum Thema MagicMaps gibt es weiterhin auch verschiedene Diskussionen im Mountainbike Forum. Hier ein paar Threads:

Haben Sie noch Fragen oder Anmerkungen zum Thema MagicMaps? Oder haben Sie selber schon Erfahrungen mit MagicMaps sammeln können? Dann hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar oder schreiben Sie einen Beitrag dazu im MTB-Forum.

Author: admin Categories: Fahrradroutenplaner Tags: , , , ,

Fahrradroutenplaner-Software: “Rad.Routenplaner”

May 1st, 2009
Rad.RoutenPlaner 7.0 - Fahrradroutenplaner

Rad.RoutenPlaner 7.0 - Fahrradroutenplaner- Software für den PC

Der “Rad.Routenplaner” liegt mittlereile in der Version 7.0 vor und richtet ich vor allem an Rennradfahrer, die sich vom PC aus einen persönlichen Tourenplan erstellen wollen. Hinsichtlich des Kartenmaterials verfügt der Rad.RoutenPlaner über eine Vielzahl aktueller europäischer Karten. Der Rad.RoutenPlaner. 7.0 bietet aktuelles Kartenmaterial von Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg, Italien, Spanien inklusive Mallorca und jetzt auch citygenaue Karten von Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland.

Neben der Möglichkeit, mit diesem Fahrradroutenplaner eigene Touren zu planen, kann man aber auch auf eine Sammlung von 250 vorgegebenen Tourenvorschlägen zurückgreifen.

Besondere Merkmale des Rad.RoutenPlaner. 7.0:

  • Routing optimiert für Rennradfahrer sowie interessante Online-Links
  • Touren-Assistent zum Planen von Rund-Touren
  • Eingabe von Start-/Zielort sowie maximal 90 Zwischenstationen
  • Umkreissuche mit individueller Radiuseingabe und Korridorfunktion (zum Beispiel für Hotels und Restaurants entlang der geplanten Wegstrecke)
  • Individuelle Optimierungskriterien und -parameter einstellbar
  • Export und Import von GPX-, TEF-Dateien, sowie Tracks auf Garmin-Geräte
  • Export der Touren auf GPS-Geräte von Garmin möglich
  • Export von Strecken, Adresseinträgen oder Points Of Interest (POI) auf Google Earth
  • Neu: GPS-Tourenplaner mit Zusatzfunktionen bei der Tourenvorbereitung/-nachbereitung mit jedem GARMIN GPS-Empfänger.
  • Übernachtungsassistent zur Übernahme von Hotels direkt ins Routing
  • Anzeige von Steigungen in Prozent bei der Ausgabe des Höhenprofils
  • Druckfunktionen mit IntelliMAP-Technologie für Detail- und Maxi-Maps, frei konfigurierbare Druckvarianten
  • Eingabe von GPS-Koordinaten und Anzeige in der Karte mit Umrechnungsmöglichkeit
  • VARTA-Hotels inklusive HRS-Hotels und VARTA-Restaurants
  • Neu: Fotoalbum, Urlaubsbilder verwalten und in der Karte anzeigen lassen
  • Neu: Jetzt auch mit citygenauen Karten von Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark
  • Karte umfasst landschaftlich schöne Fahrradstrecken
  • Anzeige von Jugendherbergen und Campingplätze, Freizeit- und Erlebnisparks, Erlebnisbäder, Zoos und Tierparks, Naturhighlights wie Höhlen und Aussichtspunkte sowie neu: städtische Sehenswürdigkeiten und Naturfreundehäuser

Haben Sie selber vielleicht schon Erfahrungen mit dem Rad.RoutenPlaner sammeln können? Hinterlassen Sie doch kurz einen Kommentar und schildern Ihre Erfahrungen mit dieser Software.  Bei weiteren Fragen zum Thema Fahrradroutenplaner können Sie auch gerne einen Blick in das Mountainbike Forum werfen, z.B in den “Fahrradroutenplaner“-Thread.